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Um unnötiges Wälzen von Slang-Wörterbüchern gleich vorab zu vermeiden: The Kooks (amerik.: „Die Verrückten“, „Die Spinner“) haben sich (das nur für diejenigen, die es sich nicht sowieso schon gedacht haben) nach dem gleichnamigen Stück auf David Bowies „Hunky Dory“ benannt. The Kooks lieben Herausforderungen, ja, sie umarmen sie geradezu. Luke Pritchard konstatiert selbstbewusst: „Viele Bands neigen dazu, für immer und ewig das selbe Ding zu machen“, und kringelt seine Syd Barrett-Locken. „Wir wollen genau das Gegenteil. Warum sich selbst beschränken, wenn es da draußen so viel Musik zu entdecken gibt?“. Offenheit, Ideen und Inspiration im Überfluss: All das sind The Kooks, vier Jungs aus dem südenglischen Seebad Brighton. Seit sich Luke Pritchard (Gesang, Gitarre), Hugh Harris (Gitarre), Max Rafferty (Bass) und Paul Garred (Schlagzeug) 2003 im Rahmen eines Schulprojekts kennen lernten, haben sie einige aufwühlende Konzerte und eine England-Tour mit The Thrills gespielt, im Proberaum unablässig an der Übernahme der musikalischen Weltherrschaft gefeilt und nebenbei mehr als hundert Songs geschrieben. Diese unbändige Produktivität verdankt sich den unterschiedlichen musikalischen Einflüssen der Bandmitglieder (Reggae, Funk, Soul – und ja, sogar Jazz) und natürlich ihren jeweiligen, beinahe unermesslichen Plattensammlungen. Eine Stunde im Proberaum mit den Kooks gleicht deshalb im Normalfall auch einer fröhlichen Fahrt auf dem Riesenrad der Musikgeschichte, von The Police geht es zu den Everly Brothers, dann weiter zu Funkadelic und am Ende steht vielleicht noch etwas Mittelalter-Folkrock. Überrascht oder nicht, dass „Reptilia“ von den Strokes der erste Song war, den The Kooks je gespielt haben?
Diese Vielfalt wirft aber auch Fragen auf, zunächst einmal für die Band selbst. Und so fanden sich The Kooks im Juli 2005 in den Londoner Konk Studios wieder, vor einem Berg von Songs und der schier unüberwindbaren Frage, wie dieser Berg wohl auf Albumlänge zu bringen sei. Nach sechswöchiger Klausur im Studio hatten sie es geschafft: Gemeinsam mit dem Produzentengenie Tony Hoffer (Beck, Air, Supergrass, Phoenix) hatten sie das kreative Chaos besiegt. Das Ergebnis ist ein triumphales erstes Album namens „Inside In/Inside Out“, das in jedem Song vom Facettenreichtum dieser Band erzählt, in der Essenz aber doch eine ganz deutliche Sprache spricht: am Ende der vielen Studio-Metamorphosen stand die Entscheidung für Rock’n’Roll. „Jeder von uns schreibt Songs, aber wir haben alle ganz unterschiedliche musikalische Vorlieben. Also streiten wir uns ständig, welche Stücke wir wie spielen sollten“, sagt Luke. „Weil Max und Hugh diesen Soul- und Reggae-Stil draufhaben, klingen wir ein bisschen nach Soul und Reggae, lebendig eben. Im Grunde sind wir also eine groovende Rock’n’Roll-Band, die die Leute zum Tanzen bringen will.“
The Kooks haben in diesen Tagen ihr zweites Album fertig gestellt. Das Album wird den Titel "Konk" tragen und Anfang April 2008 erscheinen, bitte notieren!

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