
RISE AGAINST
Wahre Kunst kann man nicht erzwingen. Musikalische Schöpfungen werden von purer Inspiration oder Glücksmomenten zum Leben erweckt. Anschließend werden sie mit viel Arbeit und Hingabe zur Perfektion gebracht. Leider haben viele Künstler sich dazu entschieden, Songs mit Fließband-Mentalität nach Schema F zu verfassen. Dagegen gibt es für die Melodic Hardcoreband aus Chicago, die sich den Normen der Musikindustrie verweigert, nach Angaben von Frontmann Tim Mcllrath, keinen vorbestimmten Rahmen. Wie McIlrath sagt, mache der Vierer - Bassist Joe Principe, Drummer Brandon Barnes und Gitarrist Zach Blair – seine Alben ohne präzise Planungen, und das gilt auch für das neue „Appeal To Reason“. „Wir gingen mit der gleichen Einstellung an diese wie an die vorigen Platten. Genau genommen, ist es eine fehlende Einstellung“, sagt Mcllrath, „es ist einfach ein Fall von ‚Lasst uns treffen und spielen’. Es gibt keinen Plan, wir machen kein Konzept, wir reden nicht über eine Richtung. Wir lassen es auf natürliche Art passieren - und genau so ist es geschehen.“ Für Mcllrath ist es von höchster Wichtigkeit, Verbindungen zu den Anhängern der Band zu schaffen – egal wie viele es sind, aus welcher Szene sie stammen und auf welche Musik sie abfahren. „Es geht immer noch darum, Leute zu erreichen und ihnen etwas zum Denken zu geben. Es geht darum, sie herauszufordern, einen Dialog zu suchen und ihnen neue Ideen anzubieten“, sagt der Frontmann.